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Lizenzierung

Windows Server CALs richtig berechnen

Fehlende Zugriffslizenzen sind der häufigste Befund im Lizenzaudit. So ermitteln Sie den tatsächlichen Bedarf, bevor jemand anders es tut.

Lizenzus Fachredaktion
Windows Server CALs richtig berechnen
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Die Serverlizenz erlaubt den Betrieb des Servers. Sie erlaubt aber niemandem, darauf zuzugreifen. Genau hier entsteht die Lücke, die in Lizenzaudits am häufigsten auffällt: Der Server ist sauber lizenziert, die Zugriffslizenzen fehlen oder sind zu wenige.

Schritt 1: Zählen Sie, wer zugreift

Erfassen Sie jede Person und jedes Gerät, das auf Dienste des Servers zugreift. Dazu zählen Dateifreigaben, Druckdienste, Verzeichnisdienste und Anmeldungen an der Domäne. Auch Geräte ohne festen Nutzer, etwa Produktionsrechner oder Kassenterminals, brauchen eine Zugriffsberechtigung.

Schritt 2: Vergessen Sie den indirekten Zugriff nicht

Diese Regel wird am häufigsten übersehen und ist gleichzeitig der teuerste Fehler. Wenn eine Fachanwendung Daten vom Server holt und diese an dreißig Sachbearbeiter weiterreicht, brauchen alle dreißig eine CAL, nicht die Anwendung. Microsoft nennt das Multiplexing. Eine zwischengeschaltete Software reduziert den Lizenzbedarf nicht, sie verschleiert ihn nur.

Schritt 3: Wählen Sie User- oder Device-CAL

Die User-CAL lizenziert eine Person für beliebig viele Geräte. Sie lohnt sich, wenn Ihre Leute mit Rechner, Notebook und Telefon arbeiten. Die Device-CAL lizenziert ein Gerät für beliebig viele Personen. Sie lohnt sich im Schichtbetrieb, wo sich drei Personen einen Arbeitsplatz teilen.

Beide Formen dürfen im selben Unternehmen gemischt werden. In der Praxis ist genau diese Mischung fast immer die günstigste Lösung: User-CALs für das Büro, Device-CALs für die Fertigung.

Schritt 4: Prüfen Sie die Version

Die CAL muss mindestens so aktuell sein wie der Server, auf den zugegriffen wird. Eine CAL aus 2019 berechtigt nicht zum Zugriff auf einen Server 2022. Umgekehrt funktioniert es: Eine CAL aus 2022 deckt auch ältere Server ab. Wer eine Servermigration plant, kauft die CALs deshalb sinnvollerweise gleich in der Zielversion.

Rechenbeispiel

Ein Betrieb mit 40 Büroarbeitsplätzen, 12 Schichtarbeitsplätzen in der Fertigung und einer Warenwirtschaft, die Serverdaten an alle verteilt: 40 User-CALs für das Büro, 12 Device-CALs für die geteilten Fertigungsrechner. Die Warenwirtschaft selbst braucht keine eigene Lizenz, aber sie befreit auch niemanden.

Wenn Sie unsicher sind

Schildern Sie uns Ihre Umgebung: Serverversionen, Zahl der Mitarbeitenden, geteilte Arbeitsplätze, vorgeschaltete Anwendungen. Wir rechnen den Bedarf mit Ihnen durch und nennen Ihnen die Konditionen für die passenden gebrauchten Lizenzen.

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